Saisonauftakt der Frischlufttouren

Der Saisonstart der Johammer Touren ist erfolgt.

Buchungen werden auf unserer Homepage, unter Touren, entgegengenommen.

Zur Einstimmung ein kurzer Tourenbericht von Christian Lendl.

Die Inspiration zu dieser Tour kam durch die mediale Berichterstattung über die Johammer E-Trophy im Frühling 2014 – insbesondere durch den großartigen Bericht des Herrn Gluschitsch[1]. Relativ bald nach der Lektüre stand fest: „Mit dem Ding will ich auch fahren!“.

Johammer-Tour

Um den Tag der (Halbtages-)Tour abgasfrei zu begehen, wurde eine Anreise per Bahn und Bus gewählt. Dies hatte nebenbei auch den Vorteil, nach der doch nicht ganz unanstrengenden Tour nicht auch noch stundenlang im Auto sitzen zu müssen. Somit per Railjet von Wien nach Linz, dann via Bus 270 nach Bad Leonfelden und schließlich (zugegeben nicht ganz abgasfrei) via Abholung durch Georg Fröhlich, den Tourguide, zum Johammer-Werk.

Zu Beginn gab es eine Einführung in die Eigenheiten der Johammer J1 samt praktischer Wiederholung ausgewählter Elektrotechnik-Grundlagen (unglaublich, wieviel man doch vergessen hat seit der HTL-Zeit). Da die Lenkung doch nicht ganz alltäglich und das Handling mitunter etwas gewöhnungsbedürftig ist, wurde vor der eigentlichen Ausfahrt ein Pylonen-Kurs am Firmenparkplatz aufgestellt, auf dem die ersten „Gehversuche“ unter Anleitung stattfanden. Erstes Fazit nach 10 Minuten: „Coole Sache, aber es lenkt sich schon etwas anders als gewohnt.“

Johammer-Tour

Die Route führte durch das wunderschöne und mir größtenteils wenig bekannte Mühlviertel, was neben dem Fahrspaß auch eine äußerst erfüllende Erkundung der oberösterreichischen Hügellandschaft (inkl. einiger „schee is do“-Momente) rund um Bad Leonfelden mit sich brachte. Die meiste Zeit waren wir auf weniger befahrenen Neben- und Landesstraßen unterwegs, stressreiche Bundesstraßen waren angenehmerweise die Ausnahme. Die war vor allem in der Anfangsphase von Vorteil, in der noch die Gewöhnung an das Handling des Motorrads im Vordergrund stand und ein großes Verkehrsaufkommen nicht unbedingt hilfreich gewesen wäre. Mangels GPS-Tracking (daran denkt man natürlich immer erst danach) bleibt die genaue Routenführen ein ewiges Geheimnis – einige Orte entlang der Strecke sind jedoch hängen geblieben: Hirschbach, Gutau, St. Leonhard, Sandl, Freistadt…

Johammer-Tour

Mehrere kurze Pausen boten die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen – bspw. die ideale Sitzposition. Durch zwei unterschiedliche Fußraster ist sowohl ein sportliches Sitzen (Füße unter dem Sitz) als auch eine „Chopper-Haltung“ (Füße vorne beim Lenker) möglich. Bei der längeren Verpflegungspause in der Mitte der Tour kam der bereits öfter erwähnte EyeCatcher-Effekt bei den vorbeigehenden Passanten zum Vorschein: Keine zwei Minuten nach dem Abstellen der vier Motorräder vor dem Café kam die erste staunende Person zur Begutachtung – inklusive einer Fülle von Fragen.

Johammer-Tour

Der große Unterschied zu „normalen“ Motorrädern war – neben der Lenkung – vor allem die Möglichkeit, mittels Rekuperation zu bremsen (und damit nebenbei den Akku zu laden). Dies war in den ersten 20 Minuten etwas gewöhnungsbedürftig, da dafür der Gashebel in die „falsche“ Richtung gedreht werden musste. Danach wurden die normalen Bremsen aber lediglich zum Stehenbleiben bei Kreuzungen verwendet – ansonsten wurde lediglich fast ausschließlich elektrisch verzögert. Durch die Anzeige am Display wurde fast ein Spiel daraus: Wie weit kann ich die Reichweite noch steigern, bevor die Tour zu Ende ist? Die E-Trophy im Frühling funktionierte ja nach demselben Prinzip. Die Tour ging insgesamt über 177km, am Ende waren noch mehr als 50km an Reichweite vorhanden. Als Technik-Nerd erfüllte mich auch die Möglichkeit, bei einem Motorrad (!) diverse Parameter über ein eigenes „Einstellungs-Menü“ im Spiegel-Display zu adaptieren, mit großer Freude.

Johammer-Tour

Zum Abschluss der Tour gab es eine Werksführung durch Tourguide Georg mit – nicht nur für Technikfreaks wie mich äußerst interessanten – detaillierten Ausführungen zu Technik, Produktion und Philosophie der Johammer-Bikes (natürlich inklusive einem gekühlten Freistädter Bier).

Johammer-Tour

Fazit: Großartige Tour mit einem innovativen Produkt mit bester Rundum-Betreuung.

Text, Fotos: Christian Lendl[2]

 

[1] Link zu www.gluschitsch.com
[2] Link zu www.christianlendl.com

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Ein Kommentar zu “Saisonauftakt der Frischlufttouren

  1. Liebes Johammer Team!

    Ich bin mit Johammer während der letzten 4 Tage ins Tessin und wieder zurück gefahren, ich gratuliere euch zu dieser genialen Fahrmaschine, die ist euch zu 100% gelungen! Ich hatte dieser Tage viele interessante Gespräche mit Passanten, denen eure Maschine optisch gefallen hat, das wirklich geniale haben die aber gar nicht mitbekommen, die Fahreigenschaften, die sind wirklich überwältigend! Johammer fahren ist Rock’n’Roll…wir sehen uns in Berlin.

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